
Für die Pflegekräfte ist der Umgang mit demenziell erkrankten Bewohnern eine besondere Herausforderung, derer sie sich tagtäglich annehmen. So begleiten unsere Pfleger die Bewohner in ihrem Demenzprozess aktiv und beziehen sie so weit wie möglich in das Tagesgeschehen ein.
Um die Nachhaltigkeit und Kontinuität dieser speziellen Pflege und Betreuung zu sichern und alle Beschäftigten miteinzubinden, hat das Pflegeheim am Nollen ein Konzept zur Betreuung von Menschen mit demenziellen Erkrankungen entwickelt. Es basiert auf den Theorien und Erfahrungen von Diplom-Psychologe Sven Lind. Gemäß seinen Ansätzen werden die Bewohner des Pflegeheims am Nollen unabhängig vom Schweregrad ihrer Erkrankungen als Persönlichkeit wahrgenommen und wertgeschätzt. Dabei spielt die persönliche Beziehung zwischen Mitarbeiter und Bewohner eine grundlegende Rolle.
Die Tagesstruktur richtet sich stets nach den individuellen Bedürfnissen der Bewohner. Dazu ist es wichtig, mit dem demenziell Erkrankten häufig zu kommunizieren, seine Lebensgeschichte zu kennen und auf kleinste Veränderungen in seinem Verhalten zu achten, um darauf angemessen zu reagieren. Denn demenzielle Erkrankungen verlaufen zeitlich und in ihrer Schwere sehr unterschiedlich und müssen daher auch individuell betreut werden.
Der Erfolg dieses Konzeptes hängt stark von einem gleichbleibenden Umgang mit den Betroffenen ab. Und hierfür bietet das Pflegeheim am Nollen beste Voraussetzungen, denn fast alle Pflegekräfte sind hier schon seit Jahren beschäftigt.

Um dem Gedächtnisleistungen demenziell erkrankter Bewohner zu fördern, ist im Pflegeheim am Nollen ein Erinnerungszimmer mit Mobiliar und Gebrauchsgegenständen aus der Mitte des vorigen Jahrhunderts eingerichtet worden. Dort finden regelmäßig Gesprächsrunden in Kleingruppen statt, die von speziell geschultem Personal beteut werden. Mit zunehmender Gesprächsdauer steigt das Erinnerungsvermögen der Teilnehmer an Erlebnisse und Geschehnisse aus ihrer Vergangenheit.